Routenempfehlungen

Ortsteilroute

Entdecken Sie Frankfurt (Oder) auf sechsundvierzig Kilometern mit dem Fahrrad! 

Die Ortsteile der Stadt bergen viele Sehenswürdigkeiten, beispielsweise den Bismarckturm in Booßen, die Kirchruine in Lichtenberg, den Burgwall in Lossow, den Gutspark in Kliestow oder das Feldsteinhaus in Markendorf. In jedem Ortsteil gibt es Informationstafeln auf Deutsch, Polnisch und Englisch, die Auskunft über lokale Sehenswürdigkeiten und die Route geben. Außerdem wurden an den Informationstafeln überdachte Sitzmöglichkeiten aufgebaut. Wer die Route rund um Frankfurt mit E-Bikes abfährt, der findet in allen Ortsteilen auch eine Ladestation mit Steckdosen. 

Die Broschüre finden Sie hier oder bei uns in der Tourist-Information.

Kleist-Route

Kaum eine andere Persönlichkeit ist so eng mit Frankfurt an der Oder verbunden wie Heinrich von Kleist. Der Dichter, der mit Werken wie "Das Käthchen von Heilbronn", "Der zerbrochne Krug" oder "Michael Kohlhaas" zu den wichtigsten deutschsprachigen Dramatikern zählt, wurde hier im Jahre 1777 geboren. Ein Spaziergang auf der Kleist-Route durch die ehemalige Hansestadt ist eine spannende Spurensuche und führt Sie an Orte, die noch heute zentral für das Kulturleben der Oderstadt sind. 

Dazu gehören zum Beispiel das Kleist-Museum mit der eindrucksvollen, modern gestalteten Dauerausstellung gibt zum Leben und Schaffen Kleist's, aber auch das Kleist Forum oder der Kleist Park. Wer möchte kann dabei auch einen Abstecher ins benachbarte Słubice auf der polnischen Seite machen, wo bald schon der neue Kleist-Turm fertiggestellt wird. Sehr gut essen lässt es sich im Restaurant und Café Am Kleistpark. Hier zaubern junge kreative Köche aus regionalen Produkten leckere Gerichte. 

Zur Orientierung und Information gibt es einen Flyer mit der Routenführung sowie Hinweistafeln an den  jeweiligen Standpunkten der Route. Der Flyer ist im Kleist-Museum und auch in der Deutsch-Polnischen Tourist-Information erhältlich.

Kleistturm - Gegenwart

In der Nähe des Sport- und Erholungszentrums hat die Gemeinde Slubice einen Aussichtsturm errichtet. Dieser ist aus Stahlbeton mit einer Höhe von dreißig Metern, errichtet auf einem Hügel, so dass die Umgebung aus circa neunzig Metern Höhe über dem Meeresspiegel bewundert werden kann.  Auf dem Turm befinden sich zwei Aussichtsplattformen: die erste, in einer Höhe von mehr als fünfundzwanzig Metern, bestehend aus einem Glasteil und einer Außenterrasse. Die zweite, in dreißig Metern Höhe ist eine teilweise überdachte Aussichtsgalerie. Die Aussichtspunkte sind über eine Treppe, oder, bis zur ersten Ebene, auch mit dem Aufzug erreichbar. Auf beiden Plattformen gibt es Plätze zum Ausruhen und am Fuße des Turms sanitäre Einrichtungen. Nicht nur der Turm ist eine Attraktion für Touristen, sondern auch das Gebiet rundherum mit Erholungsplätzen und einem Spielplatz. In der Nähe gibt es einen Parkplatz, der von der Straße Sportowa aus erreicht werden kann. Das gesamte Gebiet ist beleuchtet und für Fußgänger und Radfahrer werden Bänke und Fahrradständer angelegt. Die Attraktivität des Komplexes ist somit sehr vielseitig.

Der Turm ist geöffnet im Jahr 2026 an folgenden Tagen: Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr
außer: 01.01., 05.04, 06.04, 01.11, 24.12, 25.12, 31.12

Das Projekt "Kleistturmprojekt und Bolfrashaus Etappe II" wird im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG V A Brandenburg - Polen 2014-2020 der "Europäischen territorialen Zusammenarbeit" des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.


AUF DEN SPUREN DER JUDEN IN FRANKFURT (ODER)

Die Geschichte der Jüdinnen und Juden in Frankfurt (Oder) reicht bis zur Gründung der Stadt im dreizehnten Jahrhundert zurück. Heute sind jedoch kaum Spuren ihrer wechselhaften Vergangenheit an der Oder erhalten geblieben: Infolge der Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung durch die Nationalsozialisten und der fast vollständigen Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg sind viele Spuren jüdischen Lebens vernichtet. Aber eben nur fast.

Bildrechte - Archivfoto-Sammlung von Gerd Knappe

Im Sommersemester 2022 begaben sich Studierende der Europa-Universität Viadrina auf die Suche nach der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart in Frankfurt (Oder) und Słubice. Im Rahmen eines Projektseminars entwickelten sie gemeinsam mit Dr. Markus Nesselrodt und Constance Krüger einen Audioguide, der insgesamt fünfzehn Stationen jüdischen Lebens beiderseits der Oder beleuchtet. Die Themen reichen dabei von den ersten jüdischen Ansiedlungen im späten dreizehnten Jahrhundert bis hin zu den Aktivitäten der heutigen jüdischen Gemeinde.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.frankfurt-oder-juedisch.de

Die Heilandskapelle

Die Heilandskapelle, auch russische Kirche genannt, wurde mehrheitlich von russischen Kriegsgefangenen gebaut. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde sie 1915/16 errichtet. Sie diente in erster Linie als Lesehalle für allgemeine Zusammenkünfte und Theateführungen im damaligen Kriegsgefangenenlager.  

Hier können Sie sich in sechs Hörstationen durch die Ausstellung führen: 

1. Bau der Heilandskapelle

2. Versorgung und Ernährung

3. Arbeit Gronenfelde 

4. Kultur und Leben 

5. Überwachung und Flucht

6. Die "Heimkehrsiedlung"

Stadtführer für Frankfurt (Oder) und Słubice

Stadtgeschichte neu erzählt und für unterwegs. Erstmals gibt es einen Stadtführer für Frankfurt (Oder) und Słubice, der in zwölf Spaziergängen durch acht Jahrhunderte Stadtgeschichte begleitet. Die Themen sind:

  • Kirche, 
  • die Oder, 
  • Frankfurt literarisch, 
  • Universitätsorte, 
  • das jüdische Frankfurt, 
  • moderne Architektur, 
  • die Eisenbahnerstadt, 
  • Orte des Nationalsozialismus, 
  • Stadt der Kriegsheimkehrer, 
  • die Grenze, 
  • Spuren des Sozialismus und Freizeitstätten. 

In der heutigen Doppelstadt Frankfurt (Oder) und Słubice dient der neue Stadtführer durch sein handliches Format und dank der Übersichtskarten als praktischer Navigator durch die Doppelstadt. Sie können die Route je nach Gusto ablaufen oder abfahren, Stationen auswählen, die Sie besonders interessieren. QR-Codes, interaktives Kartenmaterial und GPX-Routen zum Herunterladen ergänzen das Angebot digital. 

Der Stadtführer wurde durch den Klein-Projekte-Fonds (KPF) der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG V A Brandenburg - Polen 2014-2020 "Europäische territoriale Zusammenarbeit" des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. 

Den Stadtführer erhalten Sie derzeit kostenfrei in polnischer Sprache in der Deutsch-Polnischen Tourist-Information im Bolfrashaus.

Die deutschsprachige, kostenfreie Version des Stadtführers ist bereits vergriffen. Allerdings wurde er überarbeitet, nachgedruckt und ist jetzt sowohl in der Deutsch-Polnischen Tourist-Information im Bolfrashaus wie auch in der Ullrich von Hutten Buchhandlung für 12,90 Euro erhältlich. 

Aber ganz gleich, ob mit oder ohne Stadtführer: Wir wünschen Ihnen im Namen aller Beteiligten viel Spaß beim Entdecken unserer Europäischen Doppelstadt!