Förderprojekte

Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen eine Auswahl herausragender Förderprojekte, die im Rahmen des Interreg-Programms umgesetzt werden. Diese Projekte zielen darauf ab, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Regionen in Deutschland und Polen zu stärken und den kulturellen, sozialen sowie wirtschaftlichen Austausch zu fördern.

Die geförderten Projekte unterstützen innovative Ansätze in den Bereichen Stadtmarketing, Tourismus, Kultur und Inklusion und verbinden dabei lokale Akteure, Unternehmen und Institutionen. Durch die aktive Kooperation wird nicht nur das Bewusstsein für die gemeinsame Geschichte und kulturelle Identität geschärft, sondern auch die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Herausforderungen im Grenzraum gefördert.

Interreg VI-A Projekte:

Das Projekt "Kultur baut Brücken" zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen und -organisationen zu verbessern und die grenzüberschreitende Vermarktung von Kultur zu fördern. Mit einem innovativen Ansatz für Kultur und Bildung soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Kultur und Kulturtourismus gestärkt und die Beziehungen zwischen Słubice und Frankfurt (Oder) intensiviert werden.

Hauptkomponenten des Projekts:

  • Grenzüberschreitende Dimension: Schaffung neuer deutsch-polnischer Veranstaltungsformate und Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Kulturinstitutionen beider Städte.
  • Spezielle Aktivitäten für Bewohner: Grenzüberschreitendes Weihnachtskonzert, musikalische Früherziehung, Kreativitätsinkubator, themenbezogene Workshops zur kulturellen Bildung.
  • Marketingkampagne: Werbespots, TV-Programme, Podcasts und Radiosendungen zur Bewerbung kultureller Veranstaltungen.


Ziele des Projekts:

  • Verbesserung und Erweiterung der Kompetenzen der Kulturschaffenden beider Städte.
  • Langfristige Beziehungen und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung an der polnisch-deutschen Grenze.
  • Förderung des kulturellen Austauschs und Überwindung von Grenzen.
  • Entwicklung neuer Formate für künstlerische Veranstaltungen, Erweiterung des Angebots für kulturelle Bildung und die Transformation der Bürgerszene in eine deutsch-polnische Initiative.

Innovative Aspekte:

  • Schaffung neuer deutsch-polnischer Bühnenveranstaltungen.
  • Betonung der kulturellen Bildung im Grenzgebiet, Anregung und Entwicklung der Kreativität von Kindern und Jugendlichen.
  • Innovativer Ansatz zur Entwicklung der Kultur an der deutsch-polnischen Grenze zur Förderung des Verständnisses beider Kulturen.
  • Effektive Marketingkampagne zur Erreichung eines breiteren Publikums und Förderung der Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen.
  • Workshops für Mitarbeiter und Kulturaktivisten zur effektiveren Arbeit und zum Austausch von Erfahrungen und Erfolgen im Bereich Kultur und Kulturtourismus.

Das Projekt "Kultur baut Brücken" fördert die kulturelle Bildung, überwindet Grenzen und baut Brücken in eine gemeinsame Zukunft.

Maßnahmen im Rahmen des Projekts "Kultur baut Brücken":

1. Theater: Das deutsch-polnische Repertoire der Bürgerbühne wird interdisziplinäre Kunstwerke schaffen und die Einwohner von Słubice und Frankfurt (Oder) aktiv einbeziehen.
2. Bildung: Eine Reihe bilingualer Workshops und Veranstaltungen werden einen kreativen Inkubator ins Leben rufen, der das kulturelle Erbe sowie lokale Traditionen nutzt und fördert.
3. Veranstaltungen: Das Weihnachtspräludium, der Kultursommer und das Volksliederfest werden die Einwohner von Słubice und Frankfurt (Oder) durch Theater, Musik und Tanz miteinander verbinden.
4. TV-Kulturmagazin: Ein innovatives deutsch-polnisches Fernsehformat, das Berichterstattungen, Veranstaltungshinweise und Interviews beinhaltet, wird entwickelt, um die kulturelle Szene der Doppelstadt zu präsentieren.
5. Promotion: Der Einsatz vielfältiger Kommunikationskanäle ermöglicht es, die Zielgruppen effektiv zu erreichen und die kulturellen Veranstaltungen umfassend zu bewerben.

BÜRGERBÜHNE – eine Bühne für die Doppelstadt

Die Bürgerbühne im Kleist Forum ist ein partizipatives Theaterformat, das Menschen aus der Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice aktiv in künstlerische Prozesse einbindet. Hier finden die großen und kleinen Themen des Alltags ihren Platz auf der Bühne – persönliche Geschichten, gesellschaftliche Fragen, gemeinsame Erfahrungen und Perspektiven aus beiden Seiten der Stadt. Unter professionellen Bedingungen entstehen daraus interdisziplinäre Inszenierungen, die sich künstlerischer Mittel des Sprech-, Tanz- und Musiktheaters ebenso bedienen wie performativer Formate.

Im Rahmen des deutsch-polnischen Projekts wird die Bürgerbühne gezielt grenzüberschreitend weiterentwickelt. Ziel ist ein gemeinsamer deutsch-polnischer Spielplan, der Menschen aus Frankfurt (Oder) und Słubice zusammenbringt und neue künstlerische Räume für Begegnung, Austausch und Zusammenarbeit schafft. Pro Spielzeit entstehen zwei Produktionen, an denen Bürgerinnen und Bürger, Jugendliche, ältere Menschen, Studierende und Schulen mitwirken können. Internationale und interdisziplinäre Teams begleiten die künstlerische Arbeit und schaffen Formate, die auch über Sprachgrenzen hinweg verbinden.

Die Bürgerbühne versteht die Doppelstadt als gemeinsamen kulturellen Raum. Sie lädt dazu ein, mitzuwirken, mitzugestalten und Theater als Ort des Dialogs zu erleben. Die entstandenen Inszenierungen bleiben über mehrere Spielzeiten im Repertoire des Kleist Forums präsent und wirken damit nachhaltig über den Moment der Premiere hinaus.


Produktionen



Eine Stückentwicklung zu Tarnung und Tauglichkeit

Ausgemustert

Bürgerbühne im Kleist Forum
Regie und Konzept: Marie Baumgarten, Jolan Porst, Pauline Warneboldt
Dramaturgische Beratung: Katja Münster
Produktionsassistenz: Marie Viola Franke, Jonas Rangott
Musik: Marie Baumgarten, Ada M. Helene Brack
Von und mit: Chiara Freyer, Zein Alaabdin Hasoun, Stella Lange, Luise Orlowski, Lea Scheffelmeier, Leann Schulz

Der Wecker klingelt. Mach dich bereit, an dein Limit zu gehen. Der Alltag verlangt Tauglichkeit. Energydrinks in Camouflage versprechen den nötigen Boost, die Bundeswehr-Plakate einen Karriere-Sprung. Ausgehend von der massiven Werbekampagne der Bundeswehr begleitet das Stück „Ausgemustert“ junge Menschen durch einen Alltag zwischen Leistungsdruck, multiplen Krisen und Zukunftsängsten. Im spielerischen Wettrüsten erkunden sie die Auswirkungen der Militarisierung auf das Miteinander, testen Grenzen und suchen nach Widerstand. Denn Freiheit verteidigen heißt auch: sich fragen, was Freiheit überhaupt ist.

Premiere: 
SA / 07.03.2026 / 19:30 / Studiobühne

Weitere Vorstellungen:
DO / 19.03.2026/ 19:30 / Studiobühne
FR / 20.03.2026 / 19:30 / Studiobühne
SO / 22.03.2026 / 19:30 / Studiobühne

Eintritt frei.
Ticketreservierung unter www.kleistforum.de.


Dieses Projekt wird gefördert aus dem Kooperationsprogramm Interreg VI A Brandenburg – Polen, kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung).



Ein tanztheatrales Echo aus der Zukunft

RE:FUTURE

Konzept/Choreographie/Szenografie: Hanne Seitz
Mitarbeit Dramaturgie: Katja Münster
Gemälde: Una H. Moehrke
Assistenz: Ronja Nicolas
Mit: Katharina Azbel, Dennis Kramp, Sophie Scheiper, Birgit Schöneberg, Elisa Sommerfeld und dem Neufundländer Russ

Die Zeit. Ein rätselhaftes Phänomen. Mal verloren, mal gewonnen, mal verschwendet, mal ausgenutzt. Selten genug vergessen – meist, wenn wir ganz gegenwärtig sind. Die Zeit zirkuliert endlos in den Kreisläufen der Natur, bewegt sich schnurstracks aus der Vergangenheit in die Zukunft, ist mit Blick auf die Lebenszeit endlich. Schon immer wurde die Zukunft befragt, besonders in Krisenzeiten mit Vorhersagen bedacht, sind Sterne und Orakel zu Rate gezogen, auch Rituale angestrengt worden, um sie in gute Bahnen zu lenken. Dagegen holen wir die Zukunft in die Wirklichkeit der Bühne und halten schon heute Antworten bereit, die das Kommende als Preenactment gegenwärtigen. Eine zwischen Realität und Fiktion angesiedelte, auf Improvisation basierende Performance; ein Spiel mit Konstellationen, Figurationen, Zufällen und Zuständen. Dance the Future – wahrhaftig, humorvoll und voller Poesie.

Nächste Vorstellungen:
SA / 02.05.2026 / 19:30 / Studiobühne
SO / 03.05.2026 / 19:30 / Studiobühne

Premiere: 
FR / 26.09.2025 / 19:30 / Studiobühne

Eintritt frei.
Ticketreservierung unter www.kleistforum.de.

Dieses Projekt wird gefördert aus dem Kooperationsprogramm Interreg VI A Brandenburg – Polen, kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung).


Ein Science-Fiction-Szenario

Fast Forward Frankfurt

Konzept und Regie: Gudrun Herrbold    
Dramaturgie: Thomas Avenhaus
Video: Mirko Borscht
Assistenz: Anna Buchhorn, Pauline Warneboldt
Übersetzung: Sophia Dörner-Grzbiela
Mit: Finja Covelli, Vicktoria Domagala, Ralf Dorno, Jenny Irmscher, Monika Kiesow, Johanna Rafaela Klotz, Detlef Konrad-Preuß, Oliwia Lesniak, Barbara Machus, Kathleen Pohl, Dirk Schöpke, Charlotte Strauch, Marco Witt

Alle reden von Zukunft, die Bürgerbühne zeigt sie! 13 Menschen aus Deutschland und Polen werden ins Frankfurt (Oder) des Jahres 2050 gebeamt. Die gute Nachricht: Die Erde dreht sich noch. Die schlechte: In Deutschland sieht es finster aus. Populisten regieren, Europa ist weit weg und die Avatare hängen schlapp herum, weil Atomstrom einfach zu teuer ist. Der Dexit hat die D-Mark zurückgebracht – und leere Portemonnaies. Der Klimawandel wird stur geleugnet, aber die Jahreszeiten sind alle gleich und die Ernten mager. Fachkräfte fehlen überall und die ekligen Ersatznahrungsriegel, Geschmacksrichtung: Kartoffelsuppe, kann auch niemand mehr sehen. Alle fragen sich: Wann sind wir falsch abgebogen? Und wie kommen wir hier raus? Eins ist klar: Allein geht das nicht. Und still geht das auch nicht. Protest braucht viele Stimmen.
13 Bürger:innen aus Frankfurt (Oder) zwischen 14 und 80 Jahren loten auf der Bühne gemeinsam aus, wie sich ihre Lebensgeschichten, Ängste, Träume und Zukunftsvisionen miteinander verweben. Sie spielen Szenarien durch, die vor der Haustür stehen. Denn die Zukunft fängt jetzt an – und wir sind mittendrin.

Premiere:
SA / 26.04. / 19:30 / Studiobühne

Weitere Vorstellungen:
SA / 03.05. / 19:30 / Studiobühne
DO / 08.05. / 19:30 / Studiobühne
SA / 10.05. / 19:30 / Studiobühne
DO / 15.05. / 19:30 / Studiobühne
FR / 16.05
/ 19:30 / Studiobühne

Eintritt frei.
Ticketreservierung unter www.kleistforum.de.

Dieses Projekt wird gefördert aus dem Kooperationsprogramm Interreg VI A Brandenburg – Polen, kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung). 



Kontakt

Habt ihr Fragen oder möchtet ihr selbst bei der Bürgerbühne aktiv werden?

Hannes Langer
+49 335 4010-202
h.langer@muv-ffo.de
info@bürgerbühne-kleistforum.de 


 

Kleinprojektefonds

– Euroregion Pro Europa Viadrina:

Im Rahmen des Projekts „Weihnachten in der Doppelstadt – cityWEIHNACHT & Lebendiger Adventskalender Frankfurt (Oder) / Słubice“ wurden zweisprachige Informationstafeln zur Geschichte von Marktplatz, Rathaus, Scharren und Weihnachtsmarkt in Frankfurt (Oder) erarbeitet. Die Tafeln stehen hier als JPG-Dateien zur Ansicht bereit.






In der Adventszeit wird in der Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice das Projekt „Weihnachten in der Doppelstadt“ umgesetzt. Ziel des Vorhabens ist es, kulturelle, bildungsbezogene und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen rund um das gemeinsame weihnachtliche Erbe beiderseits der Oder miteinander zu verbinden. Das Projekt zeigt, dass die Vorweihnachtszeit nicht nur Raum für Veranstaltungen und Begegnungen bietet, sondern auch ein Anlass sein kann, gemeinsame Geschichte sichtbar zu machen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und die partnerschaftliche Identität der Doppelstadt zu stärken.

Ausgangspunkt des Projekts ist die historische und kulturelle Bedeutung des Frankfurter Marktplatzes als Ort des Handels, der Begegnung und des städtischen Lebens. Im Rahmen der Maßnahmen wurden zweisprachige Informationstafeln zur Geschichte der Scharren am Rathaus, des Marktplatzes und der Weihnachtskultur auf beiden Seiten der Oder vorbereitet und präsentiert. Dadurch wurde der Weihnachtsmarkt um eine edukative und narrative Ebene ergänzt, die Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Gästen das gemeinsame kulturelle Erbe der Region auf niedrigschwellige Weise näherbringt.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist der Lebendige Adventskalender – eine Veranstaltungsreihe, die an verschiedenen Orten in Frankfurt (Oder) und Słubice stattfindet. Das Programm umfasst unter anderem Familienangebote, kreative Formate, musikalische Begegnungen, Lesungen weihnachtlicher Geschichten, generationenübergreifende Aktivitäten sowie Veranstaltungen, die an deutsche und polnische Adventstraditionen anknüpfen. Auf diese Weise wird der Advent als gemeinsamer kultureller Erfahrungsraum für Menschen auf beiden Seiten der Oder gestaltet.

Das Projekt verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • die Sichtbarkeit des gemeinsamen kulturellen Erbes der Doppelstadt zu stärken,
  • die grenzüberschreitende kulturelle Teilhabe auszubauen,
  • niedrigschwellige, zweisprachige Formate der Begegnung und des Austauschs zu schaffen,
  • ein positives, partnerschaftliches Bild der Doppelstadt als gemeinsamer Lebens- und Kooperationsraum zu fördern,
  • die kulturellen Angebote für Kinder, Familien und die breite Öffentlichkeit zugänglicher zu machen. 


Das Projekt macht deutlich, dass Advent und Weihnachten in der Doppelstadt nicht nur Zeit gelebter Tradition sind, sondern auch Raum für gemeinsames Erleben von Kultur, Geschichte und Nachbarschaft. Durch die Verbindung von Weihnachtsmarkt, Informationsangeboten und Veranstaltungsprogramm stärkt das Vorhaben die sozialen und kulturellen Beziehungen zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice und zeigt, dass gemeinsames Erbe lebendig, zugänglich und generationenübergreifend erlebbar sein kann.

Das Projekt wird kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG VI A Brandenburg–Polen 2021–2027 sowie des Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA.


Ein grenzüberschreitendes Kochbuch – mach mit!

Reiche dein Rezept bis zum 31. Oktober 2025 ein.

Kennst du ein Rezept, das in deiner Familie von Generation zu Generation weitergegeben wurde? Sende es uns zusammen mit einer kurzen Beschreibung, Erinnerung oder Geschichte (bis zu 2.500 Zeichen) und lass es im Buch „Grenzüberschreitende kulinarische Traditionen der Doppelstadt“ veröffentlichen.

Über den Wettbewerb

Der Wettbewerb „Grenzüberschreitende kulinarische Traditionen der Doppelstadt“ richtet sich an die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Słubice sowie der Stadt Frankfurt (Oder). Ziel ist es, eine Publikation zu erstellen, die die Geschichte unserer Region sowie ihre lokalen kulinarischen Traditionen und Bräuche widerspiegelt.
Daher müssen die Rezepte, die in das Buch aufgenommen werden, original bzw. eigenständig sein und sich auf die kulinarischen Traditionen des Mittleren Oderbruchs beziehen.

Zehn vom Wettbewerbsausschuss ausgewählte Gerichte werden im Rahmen eines deutsch-polnischen Kochworkshops zubereitet.

Bewertungskriterien:

  • Übereinstimmung des Rezepts mit der kulinarischen Tradition des Mittleren Oderbruchs
  • Einzigartigkeit des Rezepts
  • Qualität und Verständlichkeit der Beschreibung

Das Projekt „Grenzüberschreitende kulinarische Traditionen der Doppelstadt“ wird durch die Zusammenarbeit der Gemeinde Słubice mit der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) sowie mit Unterstützung europäischer Fördermittel realisiert.

Das Projekt „Grenzüberschreitende kulinarische Traditionen der Doppelstadt“ wurde aus dem Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA gefördert. Der Projektwert beträgt 16.217,11 Euro, davon beläuft sich die Förderung auf 12.973,69 Euro.


Das Projekt „Klassik ohne Grenzen“ – ein gemeinsames Klangerlebnis zweier Regionen ist ein deutsch-polnisches Kulturvorhaben der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) gemeinsam mit der Filharmonia Zielonogórska im. T. Bairda. Der Projektzeitraum erstreckt sich vom 30.06.2025 bis 30.11.2025. Im Mittelpunkt des Vorhabens stand das partnerschaftlich vorbereitete und umgesetzte Abschlusskonzert „Klassik ohne Grenzen“ in der Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice. 

Ziel des Projekts war es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Kunst und Kultur zwischen Brandenburg und der Woiwodschaft Lubuskie zu intensivieren. Gleichzeitig sollte der Zugang der Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Gäste der Region zu einem hochwertigen Kulturangebot gestärkt und die kulturelle Vernetzung zwischen beiden Regionen nachhaltig ausgebaut werden. 

Das Abschlusskonzert „Klassik ohne Grenzen“ bildete den Höhepunkt des grenzüberschreitenden Kultursommers in Frankfurt (Oder) und Słubice. Als öffentlich zugängliche Open-Air-Veranstaltung im Park Am Anger brachte es Musikerinnen und Musiker aus Deutschland und Polen zusammen und machte klassische Musik für ein breites Publikum erlebbar. Der Antrag sah dabei ein offenes, zweisprachig kommuniziertes und barrierearm zugängliches Konzertformat für über 5.000 Besucherinnen und Besucher vor. 

Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der kulturellen Verbindung zwischen Brandenburg und Lubuskie. Die Zusammenarbeit mit der Filharmonie Zielona Góra stärkte die grenzüberschreitenden kulturellen Beziehungen und schuf eine Grundlage für weitere gemeinsame Produktionen. Zugleich stand das Konzert im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen dem Land Brandenburg und der Woiwodschaft Lubuskie und setzte damit ein sichtbares Zeichen für Austausch, gegenseitiges Verständnis und gemeinsames Kulturerleben über Grenzen hinweg. 

Weitere Informationen finden Sie unter: https://klassik-ohne-grenzen.eu/programm


Foto: Artur Kozlowski Foto: Artur Kozlowski
Foto: Artur Kozlowski Foto: Artur Kozlowski



Das Projekt wird kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG VI A Brandenburg–Polen 2021–2027 sowie des Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA.


Die Doppelstadt erinnerte auf besondere Weise an ihre hansische Geschichte – mit Kultur, Kreativität und partnerschaftlicher Zusammenarbeit.

Vom 10. bis 13. Juli 2025 luden Frankfurt (Oder) und Słubice erneut zu einem grenzüberschreitenden Ereignis ein, das Geschichte lebendig machte. Der Hansemarkt 2025, erweckte das mittelalterliche Erbe der Region zum Leben – mit Kaufleuten, Handwerkern, Musik und Begegnungen. 

Programm des Hansemarktes

Kaufmanns- und Rittersiedlung – lebendige Hansegeschichte

  • Historische Zelte inkl. großem Schutzzelt & Kaufmannswagen
  • Handwerkskunst: Münzprägung, Lederbearbeitung, Instrumentenkunde, Rüstkammer mit Anprobe
  • Werkstattbereiche: Webstand (Filzen für Kinder), Holzschnitzer

Mitmachaktionen und Spiele

  • Speerwerfen, Helmabschlagen, Hufeisenwerfen
  • „Strongman“ mit Kettenhemd-Heben
  • „Zerwikaptur“ (Zwiebelzielwerfen)
  • Kinderwettbewerb: Jagd auf das große Wildtier

Historische Vorführungen

  • Alltagsszenen aus dem Leben einer mittelalterlichen Stadt
  • Überfall auf eine Kaufmannskarawane
  • Rüstungsschau der Stadtwache und Ritter aus dem 13. – 14. Jahrhundert

Frankfurt und Słubice – heute Partnerstädte, früher gemeinsames Hansezentrum. Der heutige Hansemarkt ist mehr als ein Fest: ein Labor für kulturellen Dialog, eine europäische Begegnung, ein Highlight für nachhaltigen Kulturtourismus.


Im Rahmen des Projekts wurden zwei zentrale Programmpunkte umgesetzt: eine historische Bühne mit deutsch-polnischer Moderation sowie eine begehbare Hanse-Siedlung mit mittelalterlichen Handwerkspräsentationen und Mitmachaktionen. Über zwei Partnerorganisationen wirkten grenzüberschreitend zusammen – mit dem Ziel, die Hansezeit lebendig zu vermitteln und das gemeinsame Kulturerbe der Doppelstadt sichtbar zu machen.

Informationsbroschüre: 

Download: Informationsbroschüre_Hansestadt.pdf


Das Projekt wurde gemeinsam von der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) und dem Kulturhaus SMOK Słubice durchgeführt. Es wurde kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg – Polen 2021–2027 sowie aus dem Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA.

Das Projekt stärkt das spezifische Ziel 4.6: die Rolle von Kultur und nachhaltigem Tourismus für die wirtschaftliche Entwicklung, soziale Inklusion und soziale Innovation im Grenzraum.

 

Gemeinsam den Frühling feiern – mit Musik, Geschmack und Tradition

cityFRÜHLING | WIOSNA w mieście

Über das Projekt
Offenes Frühlingsfest der Partnerstädte Frankfurt (Oder) und Słubice. CityFRÜHLING macht gelebte Zweisprachigkeit, kulturelle Vielfalt und gemeinsames Handeln sichtbar. Ziel ist es, die Partnerschaft zu stärken, Traditionen beider Stadtseiten erfahrbar zu machen, Barrieren niedrigschwellig abzubauen und generationenübergreifend Vertrauen und Zusammenarbeit zu fördern.

Programmrahmen
Bühnenprogramm mit Amateurgruppen aus PL/DE, interaktive Mitmach-Formate, Familienbereich mit kreativ-edukativen Angeboten sowie kulinarische Aktionen mit regionalem Bezug. Alle Module sind offen zugänglich, zweisprachig moderiert und als Begegnungsräume konzipiert.

Zeit und Ort
11.–13. April 2025 · Zentrum Frankfurt (Oder) · offene Festivalflächen an der Oder.

Partner
Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) · Słubicki Miejski Ośrodek Kultury (SMOK).


Arbeitspakete im Detail

AP 1 · Bühne

11. – 13. April 2025, Open-Air an der Oder.
Dreitägiges, frei zugängliches Programm mit Amateurkünstler, Künstlerinnen aus Polen, Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Abwechselndes PL/DE-Line-up, zweisprachige Moderation, kurze Q&A-Sequenzen sowie „Sing/Tanz mit uns“-Einlagen laden zur aktiven Teilnahme ein. Kuratiert und umgesetzt von MuV und SMOK mit gemischtem Technikteam.
Zielbezug: Stärkung der Partnerschaft durch gemeinsame Planung und Durchführung; Plattform für Austausch und Kennenlernen von Traditionen via Moderation und Q&A; Abbau sprachlicher Barrieren durch konsequente Zweisprachigkeit; Vertrauensaufbau durch gemeinsames Mitmachen und sichtbare Einheit der Doppelstadt.

AP 2 · Kulinarische Workshops

12. April 2025, offener Festivalbereich.
Leitung: Regionalexpertin Grażyna Dereń (Bildungshof „Dereniówka“, Woiwodschaft Lebus). Kinder und Erwachsene dekorieren Muffins mit traditionellen Zutaten und Hauskonfitüren; parallel Präsentation regionaler Produkte und österlicher Backwaren. Generationen arbeiten an einem Tisch, tauschen Rezepte, Geschichten und Techniken.
Zielbezug: Plattform für Traditionsaustausch durch praktisches Tun; Mehrsprachigkeit im Alltag durch PL/DE-Anleitung; Abbau von Berührungsängsten durch niedrigschwellige, familienfreundliche Formate; Vertrauens- und Kooperationsaufbau durch gemeinsames Arbeiten und Erzählen.

AP 3 · Familienbereich: kreativ-edukative Workshops

12. – 13. April 2025, ganztägig.
Offene, zweisprachige Stationen zu polnisch-deutschen Ostertraditionen und Frühlingsmotiven: Eier verzieren (Filzstifte, Farben), Vorlagen kolorieren, Schneiden, Nähen und Dekorieren mit Papier und Naturmaterialien. Flexible Teilnahme ohne Altersgrenzen, begleitet von geschulten Animatoren, Animatorinnen und lokalen Pädagogen und Pädagoginnen.
Zielbezug: Kennenlernen des gemeinsamen Erbes durch Hands-on-Formate; Förderung gelebter Mehrsprachigkeit; Abbau von Barrieren durch offenen Einstieg; Stärkung von Vertrauen und Zusammenarbeit durch generationenübergreifendes Mitmachen – die Oder als Symbol einer gemeinsamen urbanen Einheit.

Das Projekt zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Kultur Menschen zusammenbringt und Grenzen überwindet – im Herzen Europas.

Das Projekt wurde kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg – Polen 2021–2027 sowie aus dem Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA.


Frankfurt (Oder) und Słubice haben einmal mehr bewiesen, wie Sprache, Kunst und Sport Menschen über Grenzen hinweg verbinden können.

Am 8. und 9. Juli 2024 verwandelte sich das Stadtzentrum von Frankfurt (Oder) in einen Ort lebendiger Begegnung und kreativen Miteinanders. Das Projekt „Kick-Off KULTURalny: Gemeinsam im Spiel“, umgesetzt von der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) in Partnerschaft mit dem Kulturhaus SMOK in Słubice, brachte rund vierhundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und Polen zusammen – Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren, Senioreinnen.

Was ist passiert?

Das Projekt verband Kunst, Sport und Sprache in einem offenen, inklusiven Rahmen:

  • Street-Art-Workshops und Kreidekunstaktionen – Bunte Gemeinschaftswerke unter Anleitung professioneller Künstler und Künstlerinnen und Sprach-Animatoren / Sprach-Animatorinnen.
  • Sprachworkshops im öffentlichen Raum – „Bunte Wörterwelten“ und „Kolorowy świat słów“ luden ein zum spielerischen Sprachenlernen auf Augenhöhe.
  • Straßenturnier „Fair Play“ – Polnisch-deutsche Teams spielten gemeinsam Fußball – fair, freundschaftlich, integrativ.
  • Szenische Darstellungen, Mitmachaktionen und Austauschformate – förderten direkte Begegnungen und stärkten das gesellschaftliche Miteinander.

Warum ist das Projekt wichtig?

„Kick-Off KULTURalny“ zeigt, wie gelebte Nachbarschaft aussehen kann: durch gemeinsames Handeln entstehen Vertrauen, Verständnis und langfristige Beziehungen. Die gleichberechtigte Zusammenarbeit beider Partner, zweisprachige Kommunikation sowie die offene Einbindung aller Generationen und sozialen Gruppen machten das Projekt zu einem lebendigen Beispiel gelungener europäischer Zusammenarbeit im Kleinen.

Wie geht es weiter?

„Kick-Off KULTURalny“ ist mehr als ein einmaliges Event – es ist eine Idee, die weitergetragen wird. Als offene Plattform für Kultur, Sport und Gemeinschaft soll sie künftig weitere Projekte inspirieren und Räume für Dialog, Kreativität und Miteinander in unserer Doppelstadt schaffen – mitten im Herzen Europas.

Das Projekt wird kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg – Polen 2021–2027 sowie aus dem Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA.

  

Frankfurt (Oder) und Słubice fiebern gemeinsam mit Europa – und bauen Brücken durch den Fußball.

Im Sommer 2024 wurde der Brunnenplatz im Herzen Frankfurts (Oder) zum Ort lebendiger Begegnungen, Fußballbegeisterung und kulturellen Austauschs. Das Projekt Kick-Off KULTURalny | Open-Air-Arena, umgesetzt von der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus SMOK in Słubice, schuf eine offene Plattform für Integration und Dialog – unter freiem Himmel.

Public Viewing mit Botschaft – was ist passiert?

Während des Projekts wurde:

  • eine einladende Open-Air-Arena mit Großbildleinwänden, Sound-Systemen und Sitzmöglichkeiten eingerichtet,
  • spezielle Sprachzonen und Gesprächsecken geschaffen, um deutsch-polnische Kontakte zu fördern,
  • thematische Fußballspiele und Quizformate für Familien organisiert,
  • und eine freundliche Atmosphäre geschaffen, in der Menschen jeden Alters – Jugendliche, Erwachsene und Senioren – ins Gespräch kamen, sich begegneten und gemeinsam jubelten.

Warum ist das wichtig?

Fußball wurde hier zum Anlass für etwas Größeres – zum Abbau von Barrieren, zur Vertrauensbildung und zur Stärkung des Bewusstseins, dass Frankfurt und Słubice zwei Seiten einer Stadt sind. Das Event zeigte: echte europäische Integration beginnt mit gemeinsamem Mitfiebern, Lachen und Gesprächen – direkt im Alltag.

Ergebnisse und Ausblick

Mehr als dreihundert Menschen nahmen aktiv teil – je zur Hälfte aus Deutschland und Polen. In enger Abstimmung mit dem Schwesterprojekt „Kick-Off KULTURalny“ erwies sich Open-Air-Arena als kraftvoller Impulsgeber für nachhaltige Nachbarschaftsbeziehungen. Die Initiative stärkt die Idee, „Kick-Off KULTURalny“ als flexible Plattform für interkulturelle Begegnungen in der Doppelstadt weiterzuentwickeln – dort, wo Europa täglich gelebt wird.

Das Projekt wird kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg – Polen 2021–2027 sowie aus dem Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA.


  

„Un/erkannte Orte“ – europäische Kunst auf der Stadtbrücke erlebbar gemacht

Im Sommer und Herbst 2024 wurde die Frankfurter Stadtbrücke erneut zur lebendigen Plattform für grenzübergreifende Kultur: Mit dem Projekt „Kick-Off KULTURalny | Ausstellung“ setzten Frankfurt (Oder) und Słubice ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich Kunst und kultureller Bildung fort – dieses Mal unter dem Titel „Un/erkannte Orte“.

Die Ausstellung knüpfte inhaltlich und gestalterisch an das Vorgängerprojekt „Europa ist hier!“ an und entwickelte es digital weiter. Großformatige Kunstwerke polnischer und deutscher Künstler und Künstlerinnen wurden durch interaktive Multimedia-Projektionen ergänzt. Über große Bildschirme konnten Besucher und Besucherinnen in die kulturellen Kontexte eintauchen und so auf visuelle Weise in einen europäischen Dialog treten.

Ein besonderes Highlight war die Integration der EU-Mitgliedsstaaten-Flaggen, die sowohl physisch im Stadtraum als auch digital auf den Ausstellungsträgern präsent waren. Sie verliehen der Ausstellung nicht nur eine starke visuelle Präsenz, sondern symbolisierten auch die Vielfalt und den Zusammenhalt Europas.

Zentraler Bestandteil war außerdem die bewusste Verbindung zur Stadtpromenade sowie zum HanseStadtFest, bei dem die Ausstellung eine hohe Sichtbarkeit und Reichweite erzielte. Tausende Besucher und Besucherinnen – darunter Touristen, Schulklassen, Familien und Kulturschaffende – entdeckten „unerkannt gebliebene“ Orte, Gedanken und Perspektiven.

Neben der physischen Ausstellung wurde auch ein digitales Galerieformat mit virtuellen Rundgängen und zweisprachigen Hintergrundinformationen angeboten. Künstlerinterviews, Kurzvideos und interaktive Inhalte bereicherten das Erlebnis und machten das Projekt auch online zugänglich.

„Kick-Off KULTURalny | Ausstellung“ war nicht nur ein künstlerisches Projekt, sondern auch ein lebendiger Ausdruck europäischer Werte. Die enge deutsch-polnische Zusammenarbeit, die Sichtbarmachung kulturellen Erbes und der Einsatz innovativer Vermittlungsformate machten das Projekt zu einem gelungenen Beispiel für nachhaltige, grenzüberschreitende Kulturarbeit.

Das Projekt wurde im Rahmen des Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA aus Mitteln der Europäischen Union (INTERREG VI A Brandenburg – Polen 2021–2027) kofinanziert.






Ausstellung_Wystawa Stadtbr_cke_MostMiejski 2024.zip


Ausstellungen mit Fahnen

Europa sichtbar machen – im Stadtraum und online

Kulturkickoff setzt auf ein starkes, sofort verständliches Zeichen: Fahnen aller EU-Mitgliedstaaten begleiten die kuratorischen Formate im Stadtraum und in den digitalen Angeboten der Doppelstadt Frankfurt (Oder)–Słubice. Was sich im Vorgängerprojekt „Europa ist hier / To tu jest Europa!“ als äußerst wirksam erwiesen hat, wird nun kontinuierlich weitergeführt – mit dem Ziel, diese Praxis langfristig zu verankern und als wiederkehrendes Element zukünftiger Projekte zu etablieren.

Idee und Ziel

Die Flaggenreihen werten Ausstellungen visuell auf und geben ihnen eine europäische Tiefenebene: Sie sind mehr als Dekor – sie erzählen Zugehörigkeit, Vielfalt und Zusammenarbeit. Im Kontext der Doppelstadt machen sie Europa im Alltag sichtbar: zwei Seiten einer Stadt, verbunden durch die Oder als Fluss der Begegnung.

Platzierung im Stadtraum

Die Fahnen werden strategisch und gut sichtbar eingesetzt – dort, wo Menschen zusammenkommen und Kultur erlebt wird:

  • Stadtbrücke und Oderpromenade als Achse der Begegnung und als natürliche „Leitlinie“ durch die Open-Air-Formate.
  • HanseStadtFest und weitere Programmhöhepunkte, an denen die Fahnen Publikumsströme sanft führen und die Ausstellungsorte prägnant markieren.
  • Begleitend zu sportbezogenen Aktionen (zum Beispiel EM-Rahmenaktivitäten), wenn viele Gäste in der Stadt sind und der europäische Bezug besonders präsent ist.

Die Choreografie folgt einem einfachen Prinzip: Ankommen – Erleben – Weitergehen. Von Weitem sichtbar, laden die Fahnen ein, den gesamten Ausstellungsparcours zu erkunden.

Digitale Integration

Kulturkickoff denkt die Flaggen hybrid:

  • In virtuellen Rundgängen und der Online-Galerie erscheinen sie als eigenständiges Motiv und Rahmen für die Fotografie.
  • Eine eigene Untersektion (zum Beispiel „EU-Flaggen“) in der digitalen Ausstellung dokumentiert die Stadtraum-Inszenierung dauerhaft – mit zweisprachigen Captions (DE/PL), alt-Texten und barrierearmen Bildgrößen.
  • Digitale Leinwände, Projektionen und Social-Formate (Reels, Stories) verlängern Reichweite und machen Europa in der Doppelstadt jederzeit zugänglich – auch außerhalb der Veranstaltungszeiten.

Symbolik und Bedeutung

Die Fahnen aller EU-Länder stehen für kulturelle Vielfalt und ein gemeinsames Erbe. In der Doppelstadt entfalten sie eine besondere Ortsbezogenheit: Wo früher Grenzen empfunden wurden, verweisen sie heute auf Zusammenarbeit und Dialog. Zwischen Brückenbogen und Promenade werden sie zum Bild Europas im Kleinen – unmittelbar, freundlich, einladend.

Vermittlung und Bildung

Mit den Flaggen lässt sich niedrigschwellige Bildung im öffentlichen Raum umsetzen:

  • Sprachanlässe (DE/PL) und Geografie-Impulse („Welches Land? Welche Hauptstadt?“).
  • Themenpfade durch die Ausstellung („Suche die Perspektiven auf die Oder“, „Finde die Farbe deiner Geschichte“).
  • Material für Schulklassen (Arbeitsblätter, Mini-Quests), das analog und digital genutzt werden kann.

Gestaltung, Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit

  • Zweisprachigkeit in Beschriftung und Online-Angeboten macht Inhalte breit anschlussfähig.
  • Barrierearme Umsetzung (hoher Kontrast, klare Wegführung, alt-Texte online).
  • Nachhaltige Nutzung: Fahnen und Masten sind wiederverwendbar, Logistik und Montage werden so geplant, dass Set-ups effizient rotieren können.

Zusammenarbeit und Organisation

Die planerische und operative Umsetzung erfolgt Hand in Hand zwischen städtischen und kulturellen Partnern der Doppelstadt (zum Beispiel Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) und Kulturhaus SMOK Słubice). Dieses Zusammenspiel verbindet Programmpunkte, Orte und Zielgruppen – auf der Brücke, am Fluss, in den Quartieren und im Netz.

Ausblick: Vom Projekt zur Praxis

Auf Basis der sehr positiven Publikumsresonanz aus „Europa ist hier“ und den Erfahrungen im Kulturkickoff wird die Flaggen-Inszenierung schrittweise als wiederkehrendes Stadt- und Kultur­element etabliert: modular, anpassbar an Formate und Jahreszeiten, mit klarer Brücke in die digitale Dokumentation. So bleibt die Botschaft „Europa ist hier – im gelebten Alltag der Doppelstadt“ sichtbar und dauerhaft.


 
 


 





Die Doppelstadt feierte zwanzig Jahre Polen in der Europäischen Union – eindrucksvoll, symbolisch und gemeinsam.

Am 1. Mai 2024 kamen Bürger und Bürgerinnen und Gäste aus Frankfurt (Oder) und Słubice beidseits der Oder zusammen, um das zwanzigjährige Jubiläum des EU-Beitritts Polens zu feiern. Das Projekt „Europa ist hier!“, realisiert von der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) und dem Kulturhaus SMOK Słubice, verband Reflexion, Bildung, Musik und die Freude am gelebten Europa.

Die Ausstellung „To tu jest Europa! | Europa ist hier!”

Die Ausstellung, die symbolisch auf der Stadtbrücke begann und anschließend auf der Oderpromenade sowie online fortgeführt wurde, erzählte in künstlerischer Form von gemeinsamer Geschichte, Zusammenarbeit und europäischem Alltag in der Doppelstadt. Die Tafeln erinnerten an wichtige Erfolge – etwa die Gründung von Collegium Polonicum und Viadrina, an Solidarität während der Pandemie oder an die Entwicklung der Region durch EU-Fördermittel. Auch beim HanseStadtFest war die Ausstellung präsent und begleitete die zentralen Festhöhepunkte.


Bühne der europäischen Kulturen

Das Kulturprogramm begann mit der feierlichen Eröffnung der Ausstellung, begleitet von musikalischen Beiträgen und Grußworten von politischen Vertreter und Vertreterinnen aus Deutschland und Polen. Auf der Bühne präsentierten sich:

  • Kinder aus dem Kindergarten PINOKIO mit einem Auftritt, der den kulturellen Zusammenhalt Europas bereits im jungen Alter erfahrbar machte,
  • die Tanzgruppe BOHEMA mit einer Choreografie inspiriert von verschiedenen europäischen Tanztraditionen,
  • Vertreter und Vertreterinnen grenzüberschreitender Institutionen mit Statements zur Bedeutung europäischer Integration und Zusammenarbeit,
  • Musiker:innen mit englischsprachigem Repertoire als Symbol einer kulturellen „Lingua Franca“,
  • Andrea Lattari und das Duo Me und Miss Jacobs mit Musik aus und für Europa – emotional, vielfältig und verbindend.

Das festliche Symphoniekonzert

Höhepunkt des Tages war das Symphoniekonzert im Collegium Polonicum mit dem Brandenburgischen Staatsorchester unter der Leitung von Howard Griffiths. Aufgeführt wurden Werke von Beethoven, Mozart und Chopin – letzterer interpretiert vom Pianisten Maciej Smoląg. Die Anwesenheit von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, dem Marschall der Woiwodschaft Lubuskie, dem Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) und dem Bürgermeister von Słubice verlieh dem Konzert eine besondere europäische Note

Bildung durch Spiel - das Rahmenprogramm

Den ganzen Tag über waren auf dem Gelände rund um die Stadtbrücke und das Collegium Polonicum interaktive Bildungs- und Mitmachstationen geöffnet:

EU-Wissensspiele und Quiz mit Pässen und Stempeln,

LEGO-Workshops mit über vierzigtausend Steinen – gemeinsames Bauen der Stadtbrücke und Promenade,

XXL-Ausmalbilder, Rätsel, Bildungsspiele, kreative Mitmachformate,

Fotoaktionen mit EU-Motiven, Gartenbau-Workshops, Mosaikwand mit EU-Logo,

Präsentation slawischer „Motanka“-Puppen, Chill-out-Zonen mit Liegestühlen.

Zahlreiche Organisationen beteiligten sich aktiv am Programm – unter anderem Euroregion PRO EUROPA VIADRINA, Collegium Polonicum, Interreg, Europe Direct, Geopark Łuk Mużakowa, das Marschallamt der Woiwodschaft Lubuskie, FFORST, PEWOBE, JEF-BB, die Stiftung Collegium Polonicum und das Kooperationszentrum Słubice–Frankfurt

Warum war dieses Projekt besonders?

Weil es ein lebendiges Zeugnis europäischer Zusammengehörigkeit war:

  • generationenübergreifend, offen, zweisprachig,
  • gemeinsam konzipiert und umgesetzt auf beiden Seiten der Oder,
  • sichtbar gemacht durch Kunst, Musik, Bildung und Begegnung,
  • mit über zwölf Tausend Teilnehmenden aus Polen und Deutschland, vor Ort und digital

Film 

Foto Adam Czernenko

Das Projekt „Europa ist hier!“ wurde kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg – Polen 2021–2027 sowie aus dem Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA.