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Stadtspaziergang: moderne Architektur in Frankfurt (Oder)

Stadtspaziergang: moderne Architektur in Frankfurt (Oder)

Der erste Weltkrieg und der damit einhergehenden Verlust der östlichen Provinzen Preußens bedeutete für Frankfurt (Oder) eine Schwächung der Wirtschaft und die Aufnahme vieler neuer Anwohner, die aus den verlorenen Gebieten umsiedeln wollten oder gar mussten. Die Siedlungsgesellschaft Ostmark m.b.H. mit Geschäftsführer und Chefarchitekt Martin Kießling wurde einzig und allein für die Errichtung von Wohnungen für die Beamten der Reichsbahndirektion Osten gegründet. Seit 1921 wurden so zahlreiche Wohnflächen geschaffen, aber auch Freiflächen und öffentliche Bauten. Dabei wurden über die Jahre viele verschiedene Stile in der Bautechnik verwendet. Angefangen mit einer traditionalistischen Prägung der ersten Eisenbahnersiedlungen über den Backsteinexpressionismus bis hin zu einer versachlichten Backsteinarchitektur, die dem Bauhaus ähnelte. Die Tour führt weiter zum Kießlingplatz oder auch Ostmarksiedlung. Diese Wohnsiedlung ist wahrscheinlich einer der interessantesten Wohngebiete in Frankfurt (Oder). Die Siedlung entstand auf dem Gelände des gut Paulinenhof. Weiter geht es zum heutigen Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und weiter zum Anfang der Gerhart-Hauptmann-Straße, wo eine Fortbildungsstätte für Musik, Tanz und Laienspiel für Lehrer, Pfarrer und Jugendpfleger. Die letzte Station der Tour ist die Erich-Kästner-Schule (August-Bebel-Straße 18-24), welche 1927 als Hindenburgschule eingeweiht wurde. Ursprünglich gab es vier miteinander verbundene Gebäude, wovon zwei als Wohnkomplexe dienten. Länge: ca. 1 km Dauer: ca. 20 Minuten reine Gehzeit Literatur: Stadtführer Frankfurt (Oder)/ Slubice (2021), Verlag: ScottyScout, Herausgeber: K. Hinrichsen/ M. Nesselrodt

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Mein Name ist Elisabeth Latta von der Stadtrezeption Frankfurt (Oder).